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„Digital Twins, Smart Measurement – Neue Wege der Messtechnik am Park Innovaare“

Digitale Zwillinge, Smart Measurement und Präzision auf Mikrometer-Ebene: Im Gespräch erklärt Maximilian Mitwalsky, Geschäftsführer der Me-go AG, wie das junge Hightech-Unternehmen im Park Innovaare die Industrieprozesse revolutioniert – und warum die optische Messtechnik die Zukunft der Fertigung mitgestaltet.

 

Was steckt hinter dem Namen Me-go und welche Services bietet das Unternehmen an?

Dr. Maximilian Mitwalsky, Geschäftsführer der Schweizer Me-go AG: Me-go steht für „Messtechnik einfach, gut, optisch“. Das fasst unsere Mission sehr gut zusammen. Wir bieten Lösungen mit optischer Messtechnik an, um Qualitätssicherung und Entwicklungs- und Wartungsprozesse zu vereinfachen. Darüber hinaus steht das „go“ für unsere Flexibilität und die unserer Messsysteme. Mit der neuesten Generation an optischer Messtechnik sind wir dort, wo wir gebraucht werden: in Produktionshallen, an Anlagen oder in Kraftwerken. Und als Partner von ZEISS arbeiten wir mit den präzisesten und modernsten Messgeräten, die der Markt zu bieten hat.

Me-go ist Vertriebspartner von ZEISS im Bereich 3D-Scanning, industrieller Computertomographie (CT), Mikroskopie und digitaler Bildkorrelation (DIC). Wie wirkt sich diese Partnerschaft für die Kunden aus? Was bedeutet das konkret?

Das bedeutet, dass bei aller Flexibilität, die wir als kleines Unternehmen bieten können, am Ende des Tages trotzdem ein Konzern mit all seinen Sicherheiten hinter uns steht. Unsere Kunden haben immer die Gewissheit, dass Garantie und Unterstützung während des Betriebs dauerhaft sichergestellt sind.

Welches sind bis heute die grössten Herausforderungen in der Messtechnik? Gibt es besonders anspruchsvolle Materialien oder Produkte?

Die optische Messtechnik ist eine junge Technologie, die in den letzten Jahren enorme Sprünge gemacht hat. Viele Einschränkungen, die man von frühen Systemen kennt, gehören längst der Vergangenheit an. Heute gilt: Überall, wo man hinschauen kann, können wir messen und das mit einer Genauigkeit von wenigen µm.

Welche technologischen Trends könnten in den nächsten Jahren weitere Fortschritte bringen?

Zum einen wird die Weiterentwicklung der Sensortechnik zu noch präziseren Messergebnissen führen und zum anderen werden intelligente Softwareanwendungen die Auswertung der Daten weiter vereinfachen und so die Technologie einem immer breiteren Publikum zugänglich machen.

Die Messsysteme erfassen enorme Datenmengen – wie weit fortgeschritten ist die intelligente Auswertung und Interpretation dieser Daten?

Das ist ein wichtiger Punkt: Die Scanner-Hardware, also die Kamerasysteme mit allem, was dazu gehört, ist mittlerweile nur noch bedingt ausschlaggebend für die Kaufentscheidung, da einige Wettbewerbssysteme auf einem ähnlichen Niveau sind. Allerdings sticht die ZEISS Software Suite dank Benutzerfreundlichkeit und einem sehr grossen Funktionsumfang hervor. Mit der Software entscheidet sich, welchen Mehrwert das Messsystem dem Anwender wirklich bietet. Und hier haben wir mit unseren ZEISS Produkten einen grossen Mehrwert für unsere Kunden.

Wie bedeutend ist die Messtechnik im Hinblick auf Digital Twins – oder auch andere Systemen?

Hier sind wir zentraler Enabler. Mit unserer Messtechnik lässt sich in kürzester Zeit ein digitaler Zwilling von einzelnen Komponenten, ganzen Anlagen oder sogar Bauwerken erstellen. Die können anschliessend für Nachbauten (Reverse Engineering), Simulationen und Berechnungen, Abgleich mit der Soll-Geometrie (CAD) oder einfach zur Dokumentation genutzt werden.

Wie sehen Sie die Zukunft von „Smart Measurement“ – also Messsysteme, die selbständig analysieren, Muster erkennen oder Prognosen liefern?

Dieses Thema wird von zentraler Bedeutung für das zukünftige Bestehen im Wettbewerb sein. Die Messsysteme können mit jeder Generation noch mehr und genauere Daten aufnehmen. Mit intelligenten und intuitiven Messsystemen können wir die Datenflut so meistern, dass Mitarbeitende mit sehr niedrigem Schulungsaufwand die Geräte bedienen können.

Gegründet in Deutschland, hat die Schweizer Tochter Me-go AG ihren Sitz am Park Innovaare. Wieso genau hier?

Aargau haben wir gewählt, damit wir nah an unseren wichtigen Kunden, den Schweizer Kernkraftwerken sein möchten. Unsere Messtechnik ist die perfekte Unterstützung für diese hochkomplexe und sensible Technologie.

Den Park Innovaare haben wir gewählt, weil wir hier ausgezeichnete Rahmenbedingungen vorgefunden haben: schöne und flexible Räumlichkeiten, viele Gleichgesinnte, mit denen wir gemeinsam wachsen können und ein super unterstützendes Team rund um die Geschäftsführung. Insgesamt also eine sehr dynamische und motivierende Atmosphäre.

Gab es bisher schon spannenden Austausch oder Meetings mit anderen Firmen im Park Innovaare?<

Definitiv! Sei es mit meinen Bürokollegen, in der Kaffeeküche oder bei Vernetzungsveranstaltungen. Das zeigt mir immer wieder aufs Neue, dass es die absolut richtige Entscheidung war hierher zu kommen.

 

Über Me-go AG
Me-go AG ist ein innovatives Unternehmen für optische Mess- und Prüfsysteme mit Sitz am Switzerland Innovation Park Innovaare in Villigen, gegründet als Schweizer Schwesterunternehmen der deutschen Me-go GmbH. Me-go ist spezialisiert auf dynamische Bildkorrelation und 3D-Messtechnologien und liefert flexible Lösungen für Forschung, Industrie und Materialprüfung. Die Systeme unterstützen präzise Messungen von Deformationen, Bewegungen und Strukturen – mobil einsetzbar oder im Labor – und helfen Unternehmen, Entwicklungsprozesse effizienter und zuverlässiger zu gestalten. Website: www.me-go-ag.ch

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