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Leute vom Park Innovaare – Interview mit Hans Priem, VDL

29.6.23
Author: Daniela Muthreich
Hans Priem, VDL Groep, interview Park Innovaare
Hans Priem, VDL Groep

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VDL Groep mit Hauptsitz in Eindhoven ist eine international tätige, familiengeführte Industrie-Unternehmensgruppe mit mehr als 100 Einzelunternehmen in 19 Ländern und über 15.000 Mitarbeitern. VDL Groep ist in vier Sparten untergliedert: Zulieferprodukte, Fahrzeugmontage, Busse und Fertigprodukte. Als Spezialist für Hightech-Fertigungsanlagen ist die dazugehörige VDL ETG ein zuverlässiger OEM-Lieferant* für führende Unternehmen und arbeitet mit akademischen Einrichtungen und Forschungsorganisationen zusammen. Seit Februar 2023 ist VDL ETG Member Company des Park Innovaare und pflegt seit über einem Jahrzehnt eine produktive Partnerschaft mit dem Paul Scherrer Institut PSI. Schauen Sie unser Video und finden Sie heraus, was VDL über das PSI und Park Innovaare zu sagen hat.

*OEM Original Equipment Manufacturer

Interview mit Hans Priem:

Warum ist die Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und Universitäten in den sich rasch entwickelnden Technologiemärkten so wichtig?

In einer Welt, in der die Komplexität zunimmt und die Zeit bis zur Markteinführung immer kürzer wird, ist eine effektive Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Forschung und Industrie entscheidend für den Erfolg. Wissenschaftler können zum Beispiel auf ihrem jeweiligen Forschungsgebiet wertvolle Einblicke und fachkundige Beratung anbieten und dabei auf ihr umfassendes Wissen zurückgreifen. Dies ist besonders wichtig, wenn neue Technologien, Verfahren oder Materialien eingeführt werden, da sich ihr Fachwissen als unschätzbar erweist.

Bieten Kooperationen mit akademischen Instituten auch Chancen für die Gewinnung und Förderung von Talenten?

Auf jeden Fall! Auf diese Weise sehen wir uns als attraktiven Arbeitgeber. Wir geben unseren Talenten die Möglichkeit, Netzwerke aufzubauen und ein inspirierendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Unsere Talente erlangen die Fähigkeit, nahtlos zwischen den Bereichen und Kulturen von Forschung und Industrie zu navigieren.

Darüber hinaus finden Absolventen von akademischen Instituten durch Industriekooperationen häufig ihre ersten Beschäftigungsmöglichkeiten in der Privatwirtschaft. Dies verschafft den Unternehmen zahlreiche Vorteile bei der Talentakquise.

In welchem technologischen Bereich werden Ihrer Meinung nach in absehbarer Zeit dringend Innovationen benötigt?

Das Segment der IC-Messtechnik* zum Beispiel erfordert bedeutende technologische Durchbrüche, um die definierten IC-Produkt-Roadmaps zu erfüllen. Wir glauben, dass hier die Beschleunigertechnologie eingeführt werden wird. Diese Technologie muss dringend industrialisiert und rationalisiert werden.

* Metrologie ist die Wissenschaft von der Messung und Charakterisierung kleinster Strukturen und Materialien im Bereich der Halbleiter.

Da Park Innovaare aktiv ein florierendes Business-Ökosystem kultiviert, welche Branchen würden Sie sich als ideale Nutzer innerhalb dieses Umfelds vorstellen?

Das ideale Ökosystem wäre eines, das eine spezifische anwendungsorientierte Wertschöpfungskette abbildet – von der Forschung über die Entwicklung und Fertigung bis hin zur Software und Markteinführung. Durch diese Wertschöpfungskette hätten wir eine optimale Markteinführungszeit bei gleichzeitiger Bewältigung der zunehmenden Komplexität. Darüber hinaus brauchen wir eine Mischung aus relevanten Start-ups und grossen Unternehmen.

Welches sind die wichtigsten Vorteile für Unternehmen, die die Schweiz als Standort in Betracht ziehen?

Wie im Fall des Park Innovaare und des Paul Scherrer Instituts PSI bietet die Schweiz ein hervorragendes Forschungs-Ökosystem in Kombination mit einer gezielten Industriepolitik und einer flexiblen, pragmatischen Unterstützung durch den Kanton.